Montag, 22. Dezember 2008

Ist das Pola schon durch?

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Polaroid hat in den USA das zweite Mal Insolvenz angemeldet.
Es geht bergab. Vielleicht gibt es mal wieder ein Comeback
wie bei Schallplatten oder Kotletten. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Fotoassistent immer Polarückteile ab- und aufsetzte, die Rollen reinigte oder immer auf dem Schieber achten musste. Gute zwei Minuten musste man warten, dann wusste man, ob man das richtige Licht gebaut hatte, dass das Weiß ein Weiß war und kein Grau. Artdirektoren oder Moderedakteure wedelten immer aufgeregt mit dem Polaroid hin und her, als würden sie einen Zauber beschwören und tatsächlich, wenn man den Entwickler abzog, dann war da ein Foto, mal gut oder mal schlecht. Fotografen wiesen immer wieder daraufhin, dass man keine Sorgen haben müsste, da es sich ja nur um ein Pola handelt und das alles im Film kommt. Ein paar Fans können nicht abwarten. Keine Sorge das kommt schon.

A View with a room




Todd Selby ist ein junger Fotograf der in New York lebt und der viele kreative und interessante Menschen kennt, also dachte er sich, dass er die Menschen auch in ihren Wohnungen und Räumen fotografieren kann sein Projekt ”People in their creative spaces” ist gelungen und es bringt Spaß den Leuten auf die Finger zuschauen oder in den Kochtopf. Das Projekt ist recht erfolgreich und Todd nennt sich jetzt ”The Selby”.

Hot Blog

The Fashion Set (Danke Tom) und Supremefreak (Danke Google), zwei coole Blogs

Montag, 15. Dezember 2008

Bilder und Worte

Man sagt, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, aber man braucht 1000 Worte um etwas über ein Bild zu sagen. Mir wird dann bewusst, dass ich das nicht immer schaffe.

Yes she can!

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Ich bin neidisch auf Scout Tufankjian , sie hat den kompletten Barack Obama Wahlkampf dokumentiert. Hätte ich auch gern. Wer nicht. Powerhouse hat mit ihren Bildern das Buch ”Yes we can” herausgebracht. Als ich mir ihre Bilder angeschaut habe, ist mir auf gefallen, dass viele der Obama Motive, die ich kenne, von ihr sind. Manchmal wissen Fotografen und Fotografinnen nicht, dass sie Geschichte fotografiert haben. Ich bin gespannt wie sie sich als Fotografin weiterentwickelt.

Larry Fink, sehr hell

Im Weihnachtstrubel entdeckte ich zwischen Kleiderständer, einen Aufsteller des Modelabels Woolrich. Larry Fink hat für Woolrich gewöhnliche Menschen in New York in den Jacken und Mäntel des Labels auf der Straße fotografiert.Schade ist, dass Larry Fink seine Blitztechnik nicht zeigen kann, denn meist zeigen seine Bilder einen hellen Spot auf ein Detail oder Gesicht während um den Spot herum alles dunkler ist. Ich glaube, die Bilder wären spannender und hätten tatsächlich den Fink Style.

Marcus Bleasdale

Ein Krone aus Laub, eine zu große Uniform, ein zu großes Maschinengewehr, vielleicht größer als der Krieger selbst und ein freundliches Gesicht, ein Kind, das jederzeit töten kann,
kein Cowboy- und Indianerspiel, blutiger Ernst. Marcus Bleasdale dokumentiert schon seit Jahren den Krieg in Kongo und Ruanda, sein neuster Foto Essay ist bei der Agentur VII zu sehen.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Double

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Bei meiner nächtlichen Wanderung durch den Bahnhofskiosk ist mir das Magazin DOUBLE aufgefallen, dass ein Querformat ist. Die Fotografie ist groß. Da ist die Coverstory mit Isabelle Huppert von Jürgen Teller, aber besonders erwähnen möchte ich die Fotografinnen Lina Scheynius, Hilary Walsh und das Fotografenpaar Suzie Q und Léo Siboni. Die Strecken erzählen viel und zeigen daher viel. Vielleicht daher das Panoramaformat, man soll ja immer seinen Horizont erweitern.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Catherine Larré



Als Kind spielte ich häufig ein Spiel, das ging so, ich schloss die Augen nicht ganz, so das ich die Welt nur durch den schmalen Schlitz im Lid sehen konnte, was ich dann sah, waren keine Fliegenbeine, die da vor mir zappelten, es waren meine Wimper und hinter den Wimpern war die Welt, die aus Gegenlicht und schwarze Schatten bestand. Manchmal glaubte ich, ich würde kleine Tiere durch den Raum fliegen sehen. Als ich wieder die Augen aufriss, war alles wieder hell. Catherine Larré ist eine wunderbare Fotografin, die die Welt auch nur durch einen Schlitz sieht und doch sieht sie alles, eben hell und dunkel und manchmal reicht das.

Metrolita


Interessant und spannend finde ich wie American Apparel das Modelbild und das Styling in der Fotografie verändert hat. So sieht man überall die Metrolitas, sie tragen grüne oder lila Leggins, die am Po Falten werfen, dazu trägt man kanariengelbe Tops, wobei ein Halter immer runterhängen muss, einen Kapuzenpulli mit lila Punkten, natürlich viel zu groß und Frotteeschweißbänder wahlweise um das Handgelenkt oder je nach Frisur um die Stirn. Ach ja die Schuhe, möglichst Turnschuhe sehr alt oder Hankle Boots mit möglichst schiefen Absätzen. Bei American Apparel hockt sie dann zwischen Pappkartons, hüpft über Matratzen oder steht im Lastenaufzug. Sicherlich war das damals alles Notwehr, als American Apparel gegründet wurden war, man hatte ein gute Idee, aber kein Geld für teure Models und teure Fotoproduktionen, so waren die Verkäuferin die Models, das Lager das Studio und jeder machte Fotos. Die Models sind cool, sexy, clever und selbstbewusst. So ist aus Not eine Jugend geworden.

Rem Koolhaas Hausmeisterin



IIla Bêka & Louise Lemoîne sind zwei Filmemacher und beschäftigen sich mit Living Architecures. Wie lebt es sich so in einem Haus von einem Star Architekten und wie hält man es sauber. Der Architekt ist Rem Koolhaas und die Hausmeisterin ist Guadalupe Acedo. beide verbindet ein Haus in Bordeaux, der Eine hat es entworfen und die Andere hält es in Schuss. Es hat all die Probleme die so ein Haus mit sich bringt: Fensterputzen, Staubsaugen, lüften, wischen und überhaupt viel putzen, dazu kommen wahrscheinlich noch die Probleme mit den Nachbarn. Fotografen können aus diesem Projekt lernen, man sollte nicht nur Fotos machen, vielleicht sollte man auch in Zukunft Filme drehen. Es könnten spannende Ergebnisse entstehen, wie eben dieser Film über Rem Koolhaas Housewife. Wenn Filmemacher Fotobände machen müssten Fotografen auch Filme drehen können. Der Vorteil wäre eine bessere Aufmerksamkeit von Projekten. Ich weiß, dass ist noch eine zusätzliche Belastung, aber immer noch besser als putzen.

Montag, 8. Dezember 2008

Trend 2009

jung-post-gegenwarts-irgendwie-pre-contemporary-fineart-neu-schwarzweiss-neubunt-mal-anders-urban-view-pre-gegenwart-digital-das-kleine-das-große-klassisch-web-roots-street-irgendwo-postpost-fineart-human-streetstyle-simple-altbunt-deutsch-und-auch-nicht-Fotografie

Gunnar Knechtel



Gunnar Knechtel ist in Wirklichkeit ein Soziologe, ihn fasziniert wie Menschen mit Architektur leben. Die Frage, die er sich stellt ist, was macht ein Gebäude oder ein Ort aus Menschen, die dort leben müssen oder wollen. Manche suchen nach Freiheit, die am Meer endet oder andere bleiben zuhause. Er schaut genau hin und es gelingt ihm, uns den Zauber zu zeigen, je urbaner desto besser.

Freitag, 5. Dezember 2008

A Room with a View

Andrew Hetherington reist viel und wenn er so in einem Hotel ist dann fotografiert er erst das Zimmer und dann die Aussicht dazu. Die Serie hat mich total fazinierd und ich hatte immer wieder das Zimmer gewechselt, manchmal gefiel mir die Aussicht nicht und manchmal mochte ich das Zimmer nicht. Großes Projekt.

Apartamento

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Jetzt im Winter, wo es früh dunkel wird kann man in hell erleuchtete Wohnungen schauen, mal sieht man Menschen beim Essen oder es huscht jemand in Unterwäsche durchs Zimmer. Aber besonders gut kann man in dieser Jahreszeit die Wohnung en studieren, interessant ist wie Möbel und Dekorationen aussehen, alleine das Billy Regal zählen kann endlos werden. Damit man nicht auf der Straße komisch angeguckt wird, wenn man vor dem Fenster stehen bleibt, gibt es jetzt das spanische Wohnmagazin Apartamento, dass sich selber als ”An Everday Life Interiors Magazine” bezeichnet. Hier geht es um das ganz normale Leben in der Wohnung ohne das eine Stylistin vorher durchs Bild gerauscht ist, die das Ganze mit Arne Jacobsen Stühle und weiße Lilien aufrüscht. Die Fotografie ist auch eher eine Reportagefotografie aber das macht die Geschichten so schön authentisch und wem stören schon Wäscheständer, Kabel und überfüllte Regale.

Tine Casper

Ganz unten in der Ecke hing das Plakat. Ich ging vorbei und ging wieder zurück. Das Foto, dass ich mir dann auf Knien betrachtete, ist von der diesjährigen Reinhart Wolf Preisträgerin Tine Casper und stammt aus ihrer Arbeit über deutsche Auswanderer in Australien, die den Titel ”Antipoden-Eine Suche nach dem Paradies” trägt. Ich empfehle auch ihre anderen Reportagen.
Manchmal lohnt es sich zu niederzuknien.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

OK Portfolio

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Vielleicht sollten Fotografen ihre Portfolios nur noch so präsentieren wie Shitdisco. Ich gebe zu man bräuchte bei jedem Gosee 4 bis 6 Assistenten, aber Aufmerksamkeit wäre da und man bekommt den Job, alleine schon aufgrund der Tanzeinlage. OK?

Bitte nicht anfassen




So wie es Andy Freeberg geht es mir auch, mich interessieren in Museen immer die Menschen die auf die Bilder starren, aber besonders interessieren mich die Museumswächter. Manchmal denke sie seien ein Objekt, das mit zur Ausstellung gehört, so wie auf den Motiven zur Serie Guardians. Aber dann hört man ein räuspern und stellt fest, dass man nicht alleine ist.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Winterwonderland

Raymond Meier hat es mal wieder geschafft, er schafft es immer wieder zu überraschen, für die New York Times hat er Accessoires in Grönland fotografiert, kein Wunder, dass die Gletscher schmelzen.

Lena



Stefan Volk war 2003 bei mir in der Redaktion, er ist ein ruhiger und geduldiger Fotograf, so einen bemerkt man nicht und so sind seine Fotos, kein Fotograf der eine Geschichte will, sondern einer der sie untersuchen und verstehen möchte. Damals machte er mir den Vorschlag, Lena ein Russlanddeutsche ein Jahr lang zu begleiten von Sibirien nach Deutschland, damals fing er an, aber leider ist die Geschichte bei AMICA nicht mehr erschienen. Er hat Lena 5 Jahre begleitet, das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven zeigt jetzt die komplette Reportage. Bitte hingehen.

Purpose

Ich frage mich immer, wo sind die ganzen schönen Bilder hin und dann schick Dir ein Freund einen Link und Du sitzt vor deinem Rechner und bist hingerissen. Und jetzt schäme ich mich fast, dass ich nur so einen Blog habe. Purpose ist ein schönes Fotowebmagazine, nehmt Euch Zeit. Vielen Dank Nils für die Mail und lieben Dank an Adina für die Empfehlung. Jetzt bin ich wieder ein wenig schlauer.

H+M Magazin 2008/9

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Hochglanzmagazine kann sich keiner mehr leisten, so sollen sich schon Leute am Prenzlauer Berg oder in Hamburg Eppendorf an Altpapiercontainern treffen, um die eine oder andere Vogue abzugreifen. Gott sei Dank gibt es H+M, zweimal im Jahr erscheint ein Mitnahmemagazin oder schicker Kundenmagazin, tatsächlich versorgt uns der Laden nicht nur mit günstigen Designern, sondern auch mit guten Fotostrecken, mal abgesehen von den Werbekampagnen. In der aktuellen Ausgabe des H+M Magazin ist eine schöne Wäschestrecke von Camilla Akrans und eine Stillstrecke von Bart Oomes zu sehen. Beide sind tolle Fotografen. Also Papiercontainer lohnt nicht immer. Lang lebe der Kiosk und die Boutique.

Generation Photoshop




In der Novemberausgabe der französischen Vogue wird immer das gleiche Model gemorpht vom Kind zur alten Frau, transformation erstaunt mich immer wieder, die Fotografen sind Inez Van Lamsweerde and Vinoodh Matadin.