Mittwoch, 21. Dezember 2011

Milieuversager

"..Misstrauen hegen gegenüber allen existierenden Milieus, und vor allem davor selbst eins zu werden.."
aus: Unsichtbares Komitee; Der Kommende Aufstand
Ok einen weiteren Versuch wäre es wert.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Der Leser

Ich interessiere mich für alle Zeitungen und Zeitschriften, selbst Anzeigenblätter und Kundenzeitschriften verschmähe ich nicht. Dann frage ich mich häufig, warum machen die das? Wie sieht der Leser wohl aus? 

Ich bin halt neugierig, egal ob es sich um ein Off-Magazin handelt, wobei manche haben diesen Titel tatsächlich verdient oder es gibt ein neues Shopping Magazin für modeaffine Frauen mit Abitur. All das schätze ich sehr und will es wenigsten einmal gelesen haben. Nun habe ich im Netz "Der Leser" entdeckt.  Arne Hartwig scheint es ähnlich zu gehen. Danke für die Verdikte und Betrachtungen.  

Dienstag, 6. Dezember 2011

School Portrait

Ein Kurzfilm von Nick Scott über einen Schulfotografen der einen schlechten Tag hat und sehr zynisch ist. (via Affekt Blog)

Montag, 5. Dezember 2011

Mit kostenlos kann man keine Miete bezahlen


Warum Fotografen nicht umsonst arbeiten können. Hier die Gründe (via Freelens)

Pontiac von Gerry Johansson


Ein Auto auf einer Auffahrt. 
Geparkter Stolz bewacht von einer Mülltonne. 
Schwarze Plastikfolie verhüllt ein Haus. 
Davor ein Baum, der sich entschuldigen will. 
Fest am Boden ein Klettergerüst in Form einer Rakete. 
Unten scheint das Wort „grenzenlos“ wirklich nur ein Wort zu sein. 
Häuser an Asphaltkurven geschlossen wie eine Burg an einem Fluss. 
Irgendwo hat hier einen Längengrad und Breitengrad. 
Weiße Häuser für weiße Menschen nichts soll hier liegen bleiben. 
Es geht immer weiter.

Pontiac ist ein grandioser Bildband vom schwedischen Fotografen Gerry Johansson.  (via A Photo Editor). Wer Zeit hat, sollte sich auch die anderen Bildbände anschauen, es lohnt sich.

Buchwunsch

Gerne würde ich das lesen: Die Kleidung im Zeitalter seiner modischen Reproduzierbarkeit. 

Sonntag, 4. Dezember 2011

Poladarium


Das Polaroid und ein beginnender Tag haben das Dämmern als Gemeinsamkeit. Am Morgen, wenn das Licht die Nacht verjagt und nur hier und da einen Schatten übrig lässt, bekommt der Tag langsam seine Gestalt. Unscharf an manchen Stellen, aber hier muss geraten werden. Auch ein frisches Polaroid, das sauber nach Chemie riecht, dämmert so vor sich hin. Oft vergehen Minuten, bis man endlich etwas erkennt. Auch hier bleibt vieles im verborgenen. Die Werbung pries die Polaroidkamera immer als Sofortbildkamera an, besser wäre gewesen, es Warte-eine-Weile-Kamera zu nennen. Nichts für Menschen, die sich immer sofort ein Bild machen wollen. Sie sind heute besser dran. Versuche das Motiv herbei zu wedeln oder das Ergebnis im warmen Klima einer Gesäßtasche zu verbessern war Narren, Art Direktoren und Stylisten vorbehalten. Pola blieb eine launische Freundin, die aber viele hübsche Gesichter hat.
Und da der Tag und das Polaroid Ähnlichkeiten haben und gut zusammenpassen, hatte sich Oliver Seltmann überlegt ein Poladarium zu machen. Einen Abreißkalender, der nur aus Polaroids besteht und jeden Tag ein neues Motiv zeigt: Möven rauschen vorbei, Warhol lächelt, Blumen im milchigen Licht, verlassene Orte, volle Straßen oder schöne Frauenfüße. Spontane und inszenierte Momente von unterschiedlichen Fotografen und Fotografinnen, die zu ihrem geschossenen Polaroid auch immer noch eine kleine Geschichte haben. Hier zeigt Pola ihre Pracht. Einen Vorteil hat der Tag gegenüber dem Polaroid, wenn der mal „verwackelt“ beginnt, muss es nicht unbedingt so bleiben. Das Poladarium 2012 erscheint im Seltmann Verlag.